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Die Prophezeiung

Und es war ein Abend voller Melancholie. Ein Film passierte meine Sinne und hinterließ seine leisen Spuren in meinem Bewusstsein. Und ich trank, wie so oft, um erneut zu erleben, was ich sah und was ich hörte.

Und der Abend ging seinem Ende zu, sodass ich alleine gehen musste, um in mein Zimmer zu gelangen.

Und im Bus sah ich eine Frau. Und sie entsprach nicht meinem Bilde. Doch geschah es, dass ich sie mir vorstellte in meiner Seele und Gefallen an ihr fand. Und ich zog sie wieder hinaus aus meiner Seele und starrte sie an, als könne sie mir Halt bieten in meiner Welt. Und sie beachtete mich nicht. Und schaute nur auf sich. Doch ich schaute zu ihr und beachtete nicht meine Erscheinung und wünschte mir, dass sie mich begleiten möge, gleich, ob sie mir gefiel. 

Und ich sah erleuchtete Fenster und dachte an die Liebe, die sich hinter diesen Fenstern befand. Mir wuchs eine Lust, teilzuhaben an dem Rausch, mir wuchs ein Verlangen, dass die Trauer in meiner Seele zugleich erhöhte und überstieg, da ich wusste, es sind Träume, die an mir zehren.

Und siehe, sie verließ den Bus und schaute zaghaft an mir vorbei. Und ich schaute ihr nach mit all dem Leid, dass sie in mir erweckt hatte. So ging ich ihr denn nach und erreichte sie und und berührte sacht ihre Schulter.

Und da drehte sie sich um und erschrak.

Ich nahm ihre Hand und sie die meine und drückte sie fest und ich ließ sie ihre Kräfte mit mir messen. Und sie beruhigte sich und wurde sanft. Sie spürte mein Leid und nahm Anteil daran und begann mit ihren Blicken mein Herz zu suchen und fand es und führte mich in ihr Haus.

Ich entkleidete sie und es war, dass alles in mich drang, was meine Träume mir vorgegaukelt hatten. Und es wuchs eine Kraft der Liebe zwischen zwei unbekannten Menschen, die sollte andauern und das Leid überwinden, dass die Seele tötet. Und nichts entsprach mehr den Regeln des Lebens. Und nichts war mehr alt und eine neue Liebe entsprang unter unserer Bewegung. Und wir umfassten uns und drangen in uns und als es Tag wurde kam kein Vergessen.

Und als der nächste Tag anbrach war kein Dritter, der uns störte. Und als es wiederum Tag wurde war ein ewiges Glück für uns bereitet. Und alles um uns herum widmete all seine Kraft unserem Glück. Und das Glück wuchs über unsere Köpfe hinweg zu einer allumfassenden Größe, die auf die Welt übersprang, das Leid der Welt zu lindern.

Und siehe, die Welt wurde gut und die Natur zeigte sich den Menschen mit all der in ihr enthaltenen Glückseligkeit. Und es war eine Freude, die auf ewig nicht unsicher wurde und die keine Eifersucht trüben konnte und die alles nur für das andere tat und sich selbst nicht mehr sah.

So wurde uns ein Leben geschenkt, dass des Lebens wert war. Und es geschah, dass alle Strategien erloschen und alle Unbill entschwand auf ewig aus unseren Köpfen.

So kam die Weihnacht nach Hunderten Generationen erneut auf die Erde herab und dauerte Tausend Jahre. Und die Kraft der Weihnacht war die Liebe zweier unbekannter Menschen zueinander und diese Kraft überstrahlte alles, was bisher gewesen war.

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