Ja ich schweige, denn damit kommt man sehr weit.
So bin ich die schweigende Mehrheit.
Stumm lauer ich hinter Gardinenfalten
Scheinbar neutral im Spiel der Gewalten
Kann ich die Zukunft für mich behalten.
Ja die Nische ist mein Raumschiff,
Unendlich weit durch Raum und Zeit
Im Ohrensessel angeschmiegt,
Den Gartenzwerg an Bord,
Der Mantel der Geschichte
Trägt mich immer weiter fort.
Ja ich schweige, um besser mitzureden.
Statt Lehren zieh ich lieber Fäden.
Es dreht sich die Welt nun mal leider,
Und nur, wer sich mitdreht, kommt weiter
So bin ich mein eigener Wegbereiter.
Ja die Nische ist mein Raumschiff
Mit Hintertür und Schutzvisier.
Die Motte wartet im Kokon,
Der Virus hockt im Blut,
Ich seh gut vom Balkon,
Was sich bald auf der Straße tut.
Ja ich schweige, denn das ist mir vorgegeben.
Man hat seine Stimme ja abgegeben.
Wird auch ein Kriegsbrand vom Zaun gebrochen,
Werd selbst darauf ich mein Süppchen kochen.
Das letzte Wort wird von mir gesprochen.
Ja die Nische ist mein Raumschiff,
Mitläuferschaft ist Antriebskraft.
Vorn steht einer, am End war's keiner,
Auf allen vieren die Acht verlieren.
Das ist das Einmaleins der Masse,
Also meins!
Was man so im Raum nicht stehen lassen kann,
Ich lass es stehen.
Man wird schon sehen.
Dann.
(Text: Frank Ravel)