Meine Gedanken sind wie zügellose Pferde

Wir waren an einem Ufer. Es sollte wohl die Donau sein. Wir suchten nach etwas. Die Donau umfloss einige Inseln. Auf einer vermuteten wir das Gesuchte. Wir fanden ein Ruderboot. Es war Dämmerung. Wir ruderten Richtung Insel. Auf einer Insel war ein kleiner Junge, der schmiss Steine ins Wasser. Als wir näher kamen wurden die Steine größer und begannen uns zu treffen. Der Junge warf gezielt nach uns. Es wurde bedrohlich, wir kehrten um. Es gab eine tunnelartige Brücke mit mehreren Bogengängen. Dorthin ruderten wir um uns zu verstecken. Ein Stein traf unser Boot und wir mussten uns an der Brücke entlang hangeln, bis wir auf der anderen Seite waren, ich sah schon vorher, dass das nächste Geschoss des Jungen kein Stein sondern etwas größeres war. Wir hangelten uns schneller an dem Brückenbogen entlang. Dann kam das Geschoss auf uns zu immer näher. Es war eine Rakete. Sie flog so dicht über uns hinweg, dass wir die Köpfe einziehen mussten. Sie machte am Himmel einen Bogen und kam zurück auf uns zu. Wir kamen schnell bis an das Ende des Brückenpfeilers. Dort konnten wir uns vor der Rakete schützen, indem wir uns immer in den nächsten Tunnelgang weiterarbeiteten. Die Rakete flog ihre Kurven, sie flog durch die Bögen, als wäre sie die Nähnadel und wir hockten in den Knopflöchern und immer flog sie haarscharf an uns vorbei. In einem Bogengang zerstörte sie das Seil an dem ein Schienenarbeiter hing, der auf dem Donauboden Eisenbahnschienen zerschnitt. Er fiel auf den Boden, als sein Halt nach oben sich löste. Er ging den Gang entlang zurück, bis in ein Modegeschäft, wo in unzähligen Glasvitrinen Produkte ausgestellt wurden. Wir waren ihm gefolgt und versteckten uns hinter einer solchen Vitrine. Er traf den kleinen Jungen und beschwerte sich bei ihm und verlangte ein neues Seil. Dann entdeckten sie uns, sahen sich verblüfft an und rannten plötzlich ins Freie. Wir wollten gerade die nächste Tür in diesem Rätsel öffnen, als der Wecker klingelte und wir fanden, was wir gesucht hatten.